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Informationen zu Betrieb und Datenverarbeitung des Jitsi-Servers der Freifunk-Community Mainz/Wiesbaden/Umgebung (MWU)

Hier wollen wir Informationen zum Betrieb und zur Datenverarbeitung des Jitsi-Servers der Freifunk-Community Mainz/Wiesbaden/Umgebung (MWU) transparent machen.

Einleitung

Bei Freifunk handelt es sich um eine Initiative, in der sich Organisationen und NutzerInnen zusammen geschlossen haben, um gemeinschaftlich freie Netze und Dienste zu betreiben und anderen anzubieten. Die Dienste der Freifunker stehen der Allgemeinheit zur freien Nutung zur Verfügung und können ohne Entgelt, aber auch ohne Service-Level-Agreements genutzt werden. Alle Menschen eingeladen, Dienste aus dem Freifunk-Netz zu nutzen und selbst Dienste anzubieten.


Selbstverständnis

Wir Freifunker halten Privatsphäre und Datenschutz für ein sehr hohes Gut und versuchen daher auch auf unseren IT-Systemen maximalen Datenschutz und Transparenz über die Datenverarbeitung zu gewährleisten.Im Folgenden versuchen wir daher, das technische Setup und die Datenverarbeitung nach bestem Wissen und Gewissen zu beschreiben. 
Wir weisen vorweg schon darauf hin, dass es sich bei Freifunk um ein experimentelles Netz handelt und wir den Einsatz moderner Software erproben und dabei Erfahrungen sammeln. Es kann daher kein ausfallfreier oder einklagbarer Betrieb unserer Dienste erwartet werden.  Im Rahmen unseres ehrenamtlichen Engagements zur Erfoschung freier Netze und Dienste geben wir aber unser bestmögliches.

Wer betreibt den Jitsi-Server?

Die Freifunk Community für Mainz, Wiesbaden und Umgebung (MWU).

Wo steht der Server?

In Deutschland.

Welche Daten werden erhoben, gespeichert und verarbeitet?

Bei dem Dienst „Jitsi“ handelt es sich um eine freie Videokonferenz-Software, die wir auf den Servern der Freifunk-Community zur allgemeinen, kostenfreien Nutzung betreiben. Der Quelltext der Software kann auf folgender Website eingesehen werden: https://github.com/jitsi


Bei der Benutzung der Software loggen sich Nutzer mit einer App oder einem Browser in eine Videokonferenz ein. Dabei fallen einerseits technische Logging-Daten an, die zum Betrieb der Software nötig sind. Andererseits können Nutzerinnen und Nutzer sich sog. Nicknames geben, die ebenfalls, für die Dauer der Sitzung, gespeichert und den anderen TeilnehmerInnen bekannt gemacht werden.


Die Logs auf unseren Servern sind so minimal wie möglich gehalten. Nur in den Werbserver- und Jitsi-Logs kann es dazu kommen, dass Nicks/Channels/IPs geloggt werden, wenn ein Fehler auftritt. Diese Daten werden zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des Dienstes erhoben. Nach einem Tag werden die Logs gelöscht.


Der XMPP-Server, der die Channels verwaltet, läuft nur mit einer InMemory-Datenbank. Video/Audiostreams und die IP-Adressen der TeilnehmerInnen müssen natürlich für die Dauer der Jitsi-Sitzung im Speicher gehalten werden, sonst könnte keine Konferenz stattfinden. Die Video-Streams gehen sogut wie immer durch unsere Server, außer in dem (seltenen) Fall, dass es eine Zweier-Konferenz gibt, bei der eine direkte P2P-Verbindung aufgebaut werden kann.


Ansprechpartner

Freifunk Community Mainz, Wiesbaden und Umgebung

Digitale Vernetzung: Freifunker bieten jetzt offenes, kostenloses Video-Konferenz-System an

Um Menschen zu verbinden und der digitalen und sozialen Isolation vorzubeugen, bieten die Freifunker aus Mainz, Wiesbaden und Umgebung jetzt ein offenes, kostenloses Video-Konferenz-System für alle an.

Das System bietet allen Menschen die Möglichkeit, auf einfache Weise über die Website eine neue Videokonferenz zu starten und sich mit anderen Menschen auf dem Rechner oder dem Mobiltelefon per Videotelefonie auszutauschen.

Zu finden ist die Videokonferenz-Lösung über den einfach zu merkenden Link https://meet.freifunk-mwu.de

Auf der Website gibt man dann den Namen des Meetings ein und schon kann es losgehen. Eine Registrierung ist nicht erforderlich. Die Lösung kann kostenlos genutzt werden. Die Lösung basiert auf der Open-Source-Software „Jitsi Meet“ , wird auf den Servern der Freifunker aus Mainz, Wiesbaden und Umgebung betrieben, und stellt eine verschlüsselte Verbindung her.

Nutzung per App (empfohlen)

In den gängigen App-Stores findet sich die App „Jitsi Meet„, mit der man auf dem Smartphone oder Tablet bequem videokonferenzen kann. Sie funktioniert sehr gut.

Standardmäßig ist in der App als SERVER erstmal eine eigene Instanz von Jitsi hinterlegt, auf dem man Konferenzen starten kann. Will man einem Meeting auf unserem Freifunk-Server beitreten, muss man als Meeting-Name den ganzen Link rein kopieren z.B. „https://meet.freifunk-mwu.de/Test

Wenn man mit der App eigene Meetings auf dem Freifunk-MWU-Server erstellen will oder nicht ständig den ganzen Link kopieren oder abtippen will, kann man in den Einstellungen der App auch den Standard-Server einfach ändern auf meet.freifunk-mwu.de

Nutzung im Browser

Im Browser wird man nach der Freigabe von Webcam und Mikrophon gefragt, die man natürlich bestätigen muss, wenn man sich sehen und miteinander reden will. Empfohlen wird aktuell Chrome. Mit Firefox gibt es noch Probleme. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die App nutzen.

Neue Freifunk-Firmware für Mainz, Wiesbaden und Umgebung (Version 2016.2.5+mwu1 (stable))

Schöne Neuigkeiten vom Firmware-Team:

Hallo Freifunkas in Mainz, Wiesbaden und Umgebung,
 
nachdem es die beiden vorherigen testing-Versionen aufgrund von Fehlern nicht nach stable geschafft haben ist es nun soweit, mit 2016.2.5+mwu1 haben wir seit Heute eine neue stable-Version. Eure Knoten sollten sich innerhalb der nächsten 5 Tage automatisch aktualisieren wenn der Autoupdater auf stable eingestellt ist. Da es in der bisherigen Version einen Fehler gab der dazu führt, dass der Autoupdater gegebenenfalls hängen bleibt ist unter Umständen ein Neustart des Knotens nötig.
 
Gluon Source Code: https://github.com/freifunk-gluon/gluon/releases/tag/v2016.2.5
Gluon Release-Notes: https://gluon.readthedocs.io/en/stable/releases/v2016.2.5.html
MWU Gluon-Konfiguration: https://github.com/freifunk-mwu/sites-ffmwu/releases/tag/2016.2.5+mwu1
 
Link zur Firmware Mainz: https://firmware.freifunk-mainz.de/stable
Link zur Firmware Wiesbaden: https://firmware.wiesbaden.freifunk.net/stable
 
Happy Flashing wünscht,
das Firmware-Team

Neue Knotenkarte (Meshviewer) für Freifunk Mainz, Wiesbaden und Umgebung

Aktuelles vom Admin-Team:

Hallo Freifunkas in Mainz, Wiesbaden und Umgebung,

aus verschiedenen Gründen planen wir, die Software zu erneuern, die uns
unsere Karten malt. Wer die Details, unten, gelesen und die neue Karte
ausprobiert hat, soll uns gerne hier Feedback geben. 
Die Abschaltung der alten Karteninfrastruktur ist für den 20.4. geplant.

tl;dr https://mapng.freifunk-mwu.de

Seit Version 0.3 [1] enthält unsere Firmware den Dienst respondd [2].
Dieser läuft seit dem parallel zu alfred [3]. Beide Dienste haben
die gleiche Aufgabe, nämlich die Daten für unsere Knotenkarten
bereitzustellen.

Im Gegensatz zu alfred flutet respondd nicht periodisch das Netz mit
all seinen Statusinformationen, sondern sendet diese nur auf Anfrage.
Dies gibt uns z.B. die Möglichkeit das Datenaufkommen im Netz gezielter
zu steuern, in dem wir bei Bedarf die Frequenz der Abfragen reduzieren.

Bisher gab es außer HopGlass [4] keine wirkliche Alternative, um die
Daten über respondd abzufragen und zu visualisieren. Außerdem war
eine Übernahme der bisherigen Daten nicht ohne größeren Aufwand
möglich.

Auf dem letzten Hessen Meetup haben wir dann von Yanic [5] erfahren
und noch am selben Tag eine Testinstallation aufgesetzt.
Yanic bietet fast alles was wir benötigen und die fehlenden Sachen,
wie z.B Multi-Community-Support, konnten mit wenig Aufwand hinzugefügt werden.
Außerdem hat es die Möglichkeit unsere alten RRD Statistiken in die
von Yanic verwendete InfluxDB zu importieren, was uns die Möglichkeit
gibt die gespeicherten Daten in moderner und ansehnlicher Form aufzubereiten.

Da wir Aufgrund der begrenzten Ressourcen in den kleinen Plastikroutern
natürlich nicht ewig alfred und respondd in unserer Firmware pflegen wollen,
möchten wir das alte, seit über 2 Jahren nicht mehr weiterentwickelte,
Kartenbackend [6] so schnell wie möglich loswerden und alfred aus unserer
Frimware entfernen.

Im gleichen Zug gibt es auch einen aktualisierte Meshviewer, der durch den
Freifunk Regensburg einige neue Features [7] spendiert bekommen hat und
deutlich flüssiger auf schwachen/mobilen Endgeräten läuft, als die bisherige
Version.

Um die Last auf unseren Servern zu verringern, haben wir darauf verzichtet,
eigene Karten für die einzelnen Communities zu genieren, da wir die zwei
Klicks zum Filtern nach einer bestimmten "Site" für vertretbar halten.

Aber genug der Worte!

Karte:     https://mapng.freifunk-mwu.de
Statistik: https://stats.freifunk-mwu.de

Viele Grüße
das Admin-Team

[1] https://github.com/freifunk-mwu/site-ffmwu/releases/tag/0.3
[2] https://github.com/freifunk-gluon/packages/tree/master/net/respondd
[3] https://www.open-mesh.org/projects/alfred/wiki
[4] https://github.com/hopglass
[5] https://github.com/freifunk-mwu/yanic
[6] https://github.com/ffnord/ffmap-backend/commits/master
[7] https://github.com/ffrgb/meshviewer/blob/develop/README.md

Erste WebCam im Mainzer Freifunk-Netz

Funkamateure sind bekannt dafür, dass sie gerne mal was Neues ausprobieren. Basteln mit Freifunk zu verbinden bietet sich da an. Eine WebCam mit einem Raspberry-PI 2 in den Räumlichkeiten des DARC Ortsverband Mainz zu installieren lag da nahe. Warum? Weil wir im unseren Clubraum im obersten Stockwerk des historischen Holzturms am Rande der Mainzer Altstadt einfach eine geile Sicht über die Stadt haben.

2016-10-10-11_05_14-mobilcam-user-ffmz-org_8080Unter http://mobilcam.user.ffmz.org:8080 könnt ihr Euch den Livestream 24/7 anschauen und an der tollen Aussicht teilhaben..

Empfangsberichte bitte an Wolfgang schicken.

 

ADS-B im Mainzer Freifunk Netz – Flugzeugen beim fliegen zuschauen

Aads-b-setupuch wenn manchmal der Eindruck entsteht, Freifunk würde nur Internet für möglichst viele bereitstellen,  ist Freifunk viel mehr als nur das. Im Freifunk Netz kann jeder seine eigenen Dienste anbieten unabhängig von Internetprovidern oder Serverbetreibern. Diese Möglichkeit habe ich genutzt und möchte euch heute meinen ADS-B Tracker vorstellen. ADS-B ist ein Signal, dass von Flugzeugen mit hoher Leistung (meist 250W) auf einer Frequenz von 1090 MHz abgestrahlt wird. In diesem Signal sind eine Vielzahl von Informationen enthalten z.B. die aktuelle GPS Position, die Geschwindigkeit, die Höhe, die Flugnummer und vieles mehr. Sofern ihr im Freifunk Netz unterwegs seid, könnt ihr euch unter http://flugzeug.user.ffmz.org das Web-Interface des Trackers ansehen.

Hardware

  • Für die Verarbeitung der Signale habe ich einen Raspberry Pi gewählt, da ich den von einem älteren Projekt über hatte :-)IMG_4383
  • Als Empfänger wurde ein RTL-SDR kompatibler DVB-T dongle verwendet (z.B. diesen)
  • Die Antenne habe ich wie in diesem Youtube Video nachgebaut. Bei mir hängt eine mit ~1 m Länge also 8 Elemente.
  • Den USB Hub brauche ich, da ich den Raspberry per WLAN ins Freifunk gehängt habe und das Model A nur einen USB Anschluss hat.
  • Das Dings links ist ein DC/DC Wandler um die Leitung (12V) auf eine für den Raspberry angenehme Spannung (5V) zu wandeln.

Software

  • rtl_sdr erlaubt die Nutzung der RTL2832U Tuner (Ursprünglich für DVB-T gedacht) als Software Defined Radio (SDR).
  • dump1090 ist ein Decoder für ADS-B Signale, die mit rtl_sdr aufgefangen wurden. Dump1090 bietet auch das Web Interface an, und kann die decodierten Signale an andere Anwendungen weiterleiten.ads-b
  • Über Piaware lade ich die Daten zusätzlich an FlightAware weiter, wer sich meine Statistiken mal angucken will kann hier gucken…