Archiv der Kategorie: Communities

Freifunk Hessen-Meetup 2018.2 vom 2.-4.11.2018 in Frankfurt

Die Frankfurter Freifunker laden ein zum nächsten Freifunk Hessen Meetup:

tl;dr: Anmeldung unter https://pretix.ffffm.net/ffffm/meetup18/ (for scale)

Bitte diese Ankündigung wieder an eure aktiven Freifunker verteilen/weiterleiten.

Liebe Freifunkende,

der Freifunk Frankfurt am Main e.V. lädt vom 2.-4.11.2018 zum Freifunk Hessen/Rhein-Main Meetup 2018 ein. Dieses ist das 7. Treffen der Freifunk-Communities aus Hessen und Rhein-Main.

Bereits am Freitagabend (2. November) geht es mit einem gemeinsamen und gemütlichen Abendessen los.
Am Samstag und Sonntag (3. und 4. November) treffen wir uns dann in den Räumen des CCC-FFM für Talks, Workshops und zum Hacken im Hackcenter.

Das Programm und weitere Informationen zur Veranstaltung findet Ihr auf unserer Meetup-Webseite: https://ffm.freifunk.net/meetup2018/

Freifunk lebt von eurer aktiven Beteiligung. Wir haben ein Pad für Ideen und Themenvorschläge: https://pad.freifunk.net/p/ThemenHessenMeetup20182
Wir würden uns sehr über eure Teilnahme freuen!

Damit wir optimal planen können, besonders für die Speisen, bitten wir Euch um eine Anmeldung unter: https://pretix.ffffm.net/ffffm/meetup18/.

Bei Fragen erreicht Ihr uns per IRC im hackint #freifunk-hessen oder #ffffm.

Beste Grüße

für Freifunk Frankfurt

Was ist Freifunk?

Was ist Freifunk?

Freifunk ist eine gemeinschaftliche Bewegung, die einen freien, gleichberechtigt nutzbaren Netzzugang als gesellschaftlichen Grundstein sieht. Wir verfolgen kein kommerzielles Interesse und unterstützen das Netz ehrenamtlich.

Die Vision von Freifunk ist die Verbreitung freier Netzwerke, die Demokratisierung der Kommunikationsmedien und die Förderung lokaler Sozialstrukturen. Freifunk finanziert sich ausschließlich über Spenden und lebt von der Beteiligung engagierter Menschen.

Freie Netze werden von immer mehr Menschen in Eigenregie aufgebaut und gewartet. Alle aktiv am Freifunk-Netz Teilnehmenden stellen ihre WLAN-Router für den Datentransfer der Allgemeinheit zur Verfügung. Das erweitert das Netz und eröffnet die Möglichkeit Daten, wie zum Beispiel Text, Musik und Filme über das Freifunk-Netz zu übertragen oder über von Teilnehmern eingerichtete Dienste im Netz zu chatten, zu telefonieren und gemeinsam Onlinegames zu spielen. Die Nutzung des Freifunk-Netzes ist allerdings keineswegs auf die aktiven Mitglieder der Initiativen beschränkt. Freifunk-Netze sind so aufgebaut, dass sie – ein WLAN-fähiges Endgerät vorausgesetzt – von Allen ohne Registrierung und ohne künstliche Zugangsbeschränkungen genutzt werden können.

Als eine unserer zentralen Aufgaben sehen wir es, Gebäude, Straßen, Stadtteile oder gar ganze Dörfer und Städte miteinander zu vernetzen und so ein freies, dezentral aufgebautes und unabhängiges Mitmachnetz zu schaffen. Benachbarte Router, die mit der Freifunk-Software betrieben werden, bauen dabei untereinander das Freifunk-Netzwerk auf, durch das sie auf direktem Wege Daten austauschen können, ohne den Umweg über das Internet zu nehmen. Diese Funkverbindungen können je nach Modell Entfernungen von einigen dutzend Metern bis hin zu mehreren Kilometern überbrücken und so auch Gebiete erreichen, die nur rudimentär oder gar nicht an das Internet angeschlossen sind.

Der Austausch in den freien Netzen basiert dabei nicht auf kommerziellen Interessen, sondern auf dem freiwilligen Geben und Nehmen jeder und jedes Einzelnen im Netzwerk. Der Zugang zum Freifunk-Netzwerk ist mit jedem WLAN-fähigen Endgerät ohne Registrierung oder Passwort möglich. Außerdem erfolgt der Zugang diskriminierungs- und barrierefrei, d.h. jeder kann unabhängig von sozialem Status, Ansehen oder Einkommen das Netz zeitlich unbegrenzt und uneingeschränkt nutzen.

Wer frei funkt, muss hoch hinaus!

Backbone-Blick gen Lerchenberg

Zum Aufbau eines unabhängigen und krisensicheren Netzes sind wir auf höher gelegene Standorte zum Aufbau von Richtfunkstrecken angewiesen. Solltest Du Zugang zu einem höheren Gebäude und Interesse an Freifunk haben, würden wir uns freuen, von Dir zu hören. Keine Angst – wir werden deinen Balkon nicht mit unzähligen Geräten zuhängen.

Ziele von Freifunk

Freifunk möchte freie, unabhängige Bürgernetze aufbauen und bietet dafür Weiterbildung und den technischen Erfahrungsaustausch an. In Kooperation mit Kommunen, Sozialverbänden und Vereinen werden lokale Communities aufgebaut und miteinander vernetzt.

Unsere Ziele

  • Aufklärung und Sensibilisierung zum Thema Kommunikationsfreiheit
  • Verminderung der digitalen Spaltung
  • Ungehinderte Verbreitung von Wissen und Ressourcen
  • Menschen dazu befähigen, eigene Netze aufzubauen und zu betreiben
  • Vorhandene und neue Sozialstrukturen fördern und vernetzen

Was macht ein freies Netz aus?

Im Gegensatz zu kommerziellen Anbietern, die primär an der Vermarktung von für Betreiber oder Nutzer kostenplichtigen Hotspots interessiert sind, ist uns der Aufbau eines unabhängigen Kommunikationsnetzes wichtiger. Aus diesem Grund, ermöglicht die Freifunk-Software die direkte Kommunikation zwischen nahe beieinanderstehenden Routern ohne den Umweg über das Internet. Auch im Falle eines Ausfalls herkömmlicher Infrastruktur ist ein solches Freifunk-Netz mit direkter Kommunikation zwischen den teilnehmenden Geräten weiterhin nutzbar. Wir verstehen frei als

  • öffentlich und ohne Registrierung zugänglich
  • nicht kommerziell und unzensiert
  • im Besitz einer Gemeinschaft und dezentral organisiert

Die Arbeit der aktiven Freifunker

Viele kluge Köpfe haben sich in Freifunk-Projekten organisiert, unterstützen und helfen neuen Mitstreitern oder engagieren sich, indem sie Webseiten über Freifunk ins Netz stellen und Informationsmaterial zum Thema freie Netze produzieren. Die im deutschsprachigen Raum sehr verbreitete Freifunk-Initiative ist Teil einer weilweiten Bewegung für offene Datennetze.

Zudem bieten Freifunker*innen auf ihren regelmäßigen Treffen für Aktive und Interessierte ein Forum für Weiterbildung und zum Erwerb von praktischen Erfahrungen, Maßnahmen zum sicheren Umgang und dem tieferen Verständnis der Funktionsweise von Kommunikationsinfrastruktur an.

Auf den Treffen und Konferenzen der Freifunk-Communities werden zudem Plattformen zum Austausch zu aktuellen Entwicklungen und Problemstellungen beim Betrieb unabhängiger, krisensicherer Netze geboten.

In vielen Freifunk-Communities findet zudem eine aktive Weiterentwicklung von quelloffener Software statt, die zum Aufbau eines von herkömmlicher Infrastruktur unabhängigen Datennetzes, dem sogenannten “Mesh-Netzwerk”, genutzt wird. Teilnehmende Geräte im Mesh-Netzwerk leiten Daten automatisch und unpriorisiert über Funkverbindungen zwischen den Routern zum gewünschten Ziel. Die entwickelte Software wird dabei unter einer freien Lizenz veröffentlicht und steht damit jedem kostenfrei und ohne Einschränkungen in der Nutzung zur Verfügung.

(Herzlichen Dank an Freifunk Darmstadt für das Erstellen dieses Textes unter CC-BY-SA 4.0)

Einladung zum Firmware-Workshop am 20.06.2018 um 19:00 Uhr in Mainz

Unser monatliches allgemeines Freifunk-Treffen findet diesmal abweichend eine Woche später (normalerweise jeden zweiten Mittwoch im Monat) am 20.06. statt.

  • Wir treffen uns im Holzturm, Holzstraße 34, 55116 Mainz. Los geht’s um 19:00 Uhr.
  • Als besonderen Programmpunkt wird es einen Firmware-Workshop geben.

Bei dem Workshop wird Julian Labus, der federführend die Mainzer und Wiesbadener Firmwares entwickelt, vorstellen, wie die Freifunk-Firmwares entstehen, was die Voraussetzungen dafür sind, dass wir eine Firmware für ein Gerät erstellen können und wie es mit der Freifunk-Firmware weitergehen wird.

Fühlt euch bitte auch als Neulinge herzlich eingeladen, euer Interesse, eure Fragen oder Themen mit einzubringen. Wir arbeiten immer mit einer offenen Agenda. Tragt auch weitere Themen, über die ihr reden möchtet, also gerne in unser Pad ein.

Alle Termine findet ihr auch im Kalender unseres Blogs.

Kleiner Darstellungsfehler -> Neue Firmware 2017.1.4+mwu5

Hallo Freifunkas in Mainz, Wiesbaden und Umgebung,

Leider hat sich durch die manuell angewendeten Patches ein kleiner Darstellungsfehler eingeschlichen. Statt v2017.1.4 wurde v2017.1.3-19-gab6d49b als Version angezeigt. Wir haben uns daher dazu entschlossen die Firmware noch einmal als 2017.1.4+mwu5 neu zubauen.

Außer der angezeigten Version gab es an der Firmware keine weiteren Änderungen. Der Quellcode für 2017.1.4+mwu4 und 2017.1.4+mwu5 ist der gleiche.

Happy Testing wünscht,
das Firmware-Team

Einladung zur Vorstandssitzung des Freifunk Mainz e.V. am Mittwoch, 31.01.2018

Liebe Mitglieder und Interessierte,

wir laden euch herzlich ein zu unserer nächsten Vorstandssitzung am 31. Januar 2018. Wir treffen uns diesmal um 19:30 Uhr im SPD-Neustadladen am Mainzer Lessingplatz.

Hier findet ihr das Pad zur Vorbereiutung und Protokollierung: https://pad.freifunk-mwu.de/p/vorstandssitzung

An dieser Stelle auch nochmal der Aufruf an alle: Wenn ihr Geld für sinnvolle Freifunk-Projekte braucht, bitte stellt einen Antrag oder kommt auf uns zu und wir besprechen die Idee gemeinsam. Unsere Mittel sind dazu da, ausgegeben zu werden.

Viele Grüße
Florian

Tagesordnung der nächsten Vorstandssitzung am 31. Januar 2018

Ort: SPD-Neustadladen am Lessingplatz
Beginn der Sitzung: 19:30 Uhr
Anwesend:

  1. Feststellen der Beschlussfähigkeit
  1. Festlegung der Sitzungsleitung
  1. Festlegung des Protokollanten
  1. Genehmigung des letzten Protokolls (bitte noch ins Wiki einstellen und verlinken)
  1. Umlaufbeschlüsse seit der letzten Sitzung
  1. Regelmäßiger Sitzungstermin
  1. Status Beitragseinzug 2017 und Planung Einzug 2018
  1. Aufnahme neuer Mitglieder
  1. Aktueller Kontostand
  1. Status neues Vereinsgateway
  1. Status Eintragungen beim Registergericht
  1. Anträge von Mitgliedern:
  1. Überlegungen zu gemeinsamer Dateiablage
  1. Verschiedenes

Neue Telegram-Gruppen für Freifunk-Vernetzung in Mainz, Wiesbaden und Rheinland-Pfalz

Zur besseren Vernetzung innerhalb der Communities haben wir zwei Telegram-Gruppen für Freifunk Mainz und Freifunk Wiesbaden eröffnet:

Außerdem gibt es nun eine neue Gruppe für die Vernetzung zwischen den rheinland-pfälzischen Communities „Freifunk Rheinland-Pfalz“: https://t.me/FreifunkRlp

Auf den sonstigen Kanälen sind wir natürlich weiterhin erreichbar.

Freifunk Hessen Meetup 2017.2 vom 10.11. bis 12.11. in Mainz

Veranstaltungsdatum: 10.11 – 12.11.2017

Freifunker und Interessierte treffen sich beim Freifunk Hessen Meetup 2017.2 um sich kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen, zu planen, zu koordinieren, zu quatschen und andere spannende Dinge zu tun.

Das Meetup beginnt am Freitag Abend und endet am Sonntag Nachmittag/Abend. Diesmal organisiert die Meta-Community Mainz, Wiesbaden und Umgebung die Veranstaltung.

Wir werden uns in den Räumen der Gesellschaft zur Förderung von Design, Kunst und Kommunikation e.V., kurz PENG, in Mainz treffen.

Anmeldung

Damit wir planen und kalkulieren können, meldet Euch bitte über das Anmeldeformular an.
Bei Anmeldefragen bitte eine Mail an die Orga.

Meetup-Rahmenprogramm

Tag Zeit Programmpunkt
10.11. ab 19:00 Uhr Meet & Eat
11.11. ab 10:00 Uhr Start Ganztagesfrühstück
11.11. 11:00 – 18:15 Uhr Vorträge/Workshops/Diskussionen
11.11. ab 18:15 Uhr Abendprogramm
12.11. ab 10:00 Uhr Start Ganztagesfrühstück
12.11. 11:00 – 15:00 Uhr Vorträge/Workshops/Diskussionen
12.11. 15:00 – 17:00 Uhr Ausklang

Wir sammeln Ideen für Workshops/Vorträge/Diskussionspunkte in diesem Pad.
Vor Beginn werden wir gemeinsam über die Reihenfolge des Programms entscheiden.

Veranstaltungsort

PENGland
Weisenauer Straße 15
55131 Mainz
Webseite des PENGlands

Lage und Anfahrt

Karte
Öffentlicher Nahverkehr:
Der Bahnhof Mainz Römisches Theater (RB75, RE2, S8) liegt in Fußreichweite (900m).

Parken

Ist problemfrei möglich.

Couchsurfing

Bei Bedarf versuchen wir Schlafmöglichkeiten zu vermitteln! Falls Ihr also eine Couch im Angebot habt oder eine Couch sucht, bitte eine Mail an die Orga.

Orga

Die Orga-Crew ist erreichbar über info@freifunk-wiesbaden.de

Neue Knotenkarte (Meshviewer) für Freifunk Mainz, Wiesbaden und Umgebung

Aktuelles vom Admin-Team:

Hallo Freifunkas in Mainz, Wiesbaden und Umgebung,

aus verschiedenen Gründen planen wir, die Software zu erneuern, die uns
unsere Karten malt. Wer die Details, unten, gelesen und die neue Karte
ausprobiert hat, soll uns gerne hier Feedback geben. 
Die Abschaltung der alten Karteninfrastruktur ist für den 20.4. geplant.

tl;dr https://mapng.freifunk-mwu.de

Seit Version 0.3 [1] enthält unsere Firmware den Dienst respondd [2].
Dieser läuft seit dem parallel zu alfred [3]. Beide Dienste haben
die gleiche Aufgabe, nämlich die Daten für unsere Knotenkarten
bereitzustellen.

Im Gegensatz zu alfred flutet respondd nicht periodisch das Netz mit
all seinen Statusinformationen, sondern sendet diese nur auf Anfrage.
Dies gibt uns z.B. die Möglichkeit das Datenaufkommen im Netz gezielter
zu steuern, in dem wir bei Bedarf die Frequenz der Abfragen reduzieren.

Bisher gab es außer HopGlass [4] keine wirkliche Alternative, um die
Daten über respondd abzufragen und zu visualisieren. Außerdem war
eine Übernahme der bisherigen Daten nicht ohne größeren Aufwand
möglich.

Auf dem letzten Hessen Meetup haben wir dann von Yanic [5] erfahren
und noch am selben Tag eine Testinstallation aufgesetzt.
Yanic bietet fast alles was wir benötigen und die fehlenden Sachen,
wie z.B Multi-Community-Support, konnten mit wenig Aufwand hinzugefügt werden.
Außerdem hat es die Möglichkeit unsere alten RRD Statistiken in die
von Yanic verwendete InfluxDB zu importieren, was uns die Möglichkeit
gibt die gespeicherten Daten in moderner und ansehnlicher Form aufzubereiten.

Da wir Aufgrund der begrenzten Ressourcen in den kleinen Plastikroutern
natürlich nicht ewig alfred und respondd in unserer Firmware pflegen wollen,
möchten wir das alte, seit über 2 Jahren nicht mehr weiterentwickelte,
Kartenbackend [6] so schnell wie möglich loswerden und alfred aus unserer
Frimware entfernen.

Im gleichen Zug gibt es auch einen aktualisierte Meshviewer, der durch den
Freifunk Regensburg einige neue Features [7] spendiert bekommen hat und
deutlich flüssiger auf schwachen/mobilen Endgeräten läuft, als die bisherige
Version.

Um die Last auf unseren Servern zu verringern, haben wir darauf verzichtet,
eigene Karten für die einzelnen Communities zu genieren, da wir die zwei
Klicks zum Filtern nach einer bestimmten "Site" für vertretbar halten.

Aber genug der Worte!

Karte:     https://mapng.freifunk-mwu.de
Statistik: https://stats.freifunk-mwu.de

Viele Grüße
das Admin-Team

[1] https://github.com/freifunk-mwu/site-ffmwu/releases/tag/0.3
[2] https://github.com/freifunk-gluon/packages/tree/master/net/respondd
[3] https://www.open-mesh.org/projects/alfred/wiki
[4] https://github.com/hopglass
[5] https://github.com/freifunk-mwu/yanic
[6] https://github.com/ffnord/ffmap-backend/commits/master
[7] https://github.com/ffrgb/meshviewer/blob/develop/README.md

Freifunk-Vortrag im Rheinhessischen Partenheim

partenheim_infoabendAm 22. Nov. 2016 findet um 19 Uhr im gemütlichen rheinhessischen Weindorf Partenheim in der Gemeindehalle ein Vortrag zum Thema Freifunk statt. Mit im Boot ist die lokale „Wählergruppe Runkel“, die das Organisatorische übernommen hat.

Im Ort gibt es seit zwei Jahren bereits ein umfangreiches Freifunk-Netz mit „Mini-Backbone“. Eine Langstrecken-Anbingung über Stationen in Nieder-Olm, Mainz-Lerchenberg bis nach Mainz, ist bereits im Einsatz und kam bei Ausfällen von DSL auf beiden Seiten schon zum Einsatz. Auch gibt es länger schon eine Verbindung nach Stadecken-Elsheim zu dortigen Flüchtlingsunterkünften.

Im Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde Wörrstadt ist eine Einladung abgedruckt. Gäste von „Außerhalb“ sind natürlich auch herzlich willkommen. Die Gemeindehalle ist ausgeschildert.

Aktivierung von öffentlichen IPv6-Adressen im Mainzer Freifunk-Netz ab 15. September 2016

mitarbeiter des monatsSchon seit Längerem planen wir die Aktivierung von öffentlichem IPv6 im Mainzer Freifunk-Netz. Beim letzten Community-Treffen haben wir jetzt nochmal ausgiebig darüber diskutiert und unser Votum abgegeben, dass wir die Umstellung nun sobald wie möglich angehen wollen.

Dazu sind wir nochmal die Vor- und Nachteile durchgegangen und haben besonders zwei Punkte nochmal diskutiert, die bei den letzten Treffen und auf unserer allgemeinen Community-Mailingliste kritisch angemerkt wurden.

Erstens die nach Umstellung weltweite Sichtbarkeit von Kontaktdaten in den Freifunk-Knoten. Schließlich ist jeder Knoten dann ja weltweit erreichbar und bietet auf seiner IPv6-Adresse auch seine Webseite an. Hier gab es beim Treffen wie auch auf der Mailingliste kritische Stimmen, die sagten, dass sie nicht gerne hätten, dass ihre Kontaktdaten dann in noch größerem Stil abrufbar seien. Hierfür brauchen wir also auf jeden Fall eine Lösung. Diese kann Opt-Out (wer will, löscht seine Daten) oder Opt-In (wir löschen alle Daten mit dem nächsten Update und wer will, trägt sie wieder ein) sein. Wir haben uns für Opt-Out entschieden, mehr dazu siehe unten.

Das zweite Thema war die Angreifbarkeit der einzelnen Endgeräte: Mit öffentlicher IPV6 sind auch die Endgeräte dann zukünftig ja weltweit erreichbar, also auch angreifbar. Hier haben wir hin und her überlegt und uns Gedanken über die Verantwortung gemacht, die wir auch für unsere Netz-Nutzer mit tragen.

Klar ist: Wir wollen gemäß Pico-Peering-Agreement keine Eingriffe in den Datenverkehr, also auch keine Inhalte-Filterung, also auch keine Firewalls im Freifunk. Wir wollen Netzneutralität und einen „Free Flow of Information“.

D.h. wir müssen uns bewusst sein: Durch IPv6 steigt der Angriffsvektor auf die Endgeräte und wir werden keine Schutzmechanismen wie Firewalls im Freifunk-Netz etablieren, d.h. jede*r NutzerIn muss zukünftig noch mehr dafür sorgen, dass sein Endgerät möglichst sicher ist. Allerdings: Das müssen die NutzerInnen heute schon! Die NutzerInnen dürfen sich auch heute nicht drauf verlassen, dass ein öffentliches WLAN sie vor irgendwas schützt.

Auch heute schon werden alle WLANs in der Regel einfach so genutzt, ohne dass NutzerInnen wissen, ob ein NAT verwendet wird oder nicht und ob eine Firewall verwendet wird oder nicht. Die Endgeräte müssen damit also generell klar kommen und mit immer mehr offenen Netzen auch darauf ausgelegt und vorbereitet werden.

Und auf der anderen Seite ist es so, dass es für uns heute schon eine schwierige Situation ist, kein IPv6 anzubieten. Kein IPv6 anzubieten, bedeutet schließlich auch, Kommunikation netzseitig zu verhindern.

Insgesamt sind wir nach Abwägung aller Argumente zu dem Schluss gekommen, dass wir IPV6 via Freifunk Rheinland-Backbone auf den Gateways aktivieren wollen, d.h. das Admin-Team darum bitten werden, dies zu tun.

Wir haben uns folgende Vorgehensweise überlegt:

  1. Damit niemandes Kontaktdaten gegen seinen Willen im Netz abrufbar sind, weisen wir Alle auf die Umstellung hin und erklären, wie sie ihre Kontaktdaten löschen können, wenn sie das wollen. Wir schreiben dazu einen Blogbeitrag (this) und senden eine Mail an alle, die eine Adresse hinterlegt haben. Wer keine Mail-Adresse hinterlegt hat, aber eine Telefonnummer, den rufen wir an (das sind hoffentlich nur ganz wenige).
  2. Zum 15. September aktivieren wir dann öffentliches IPv6 im Mainzer Freifunk-Netz. Außerdem erklären wir in einem weiteren Blogbeitrag und ggf. per Pressemitteilung, dass und wie man sich in öffentlichen WLANs schützen sollte.

Bis zur Umstellung haben wir jetzt also noch ca. einen Monat Zeit, Alle zu informieren. Wer will, kann seine Kontaktdaten bis dahin manuell rauslöschen.

Bei Fragen oder Anmerkungen, kommentiert gerne hier im Blog oder auf unserer Mailingliste.